Welche Völkergruppe wurde früher als "Hottentotten" bezeichnet?

Eine Frage von Oliver vom 28. Februar 2010 
Schwierigkeitsgrad*
76
 
  1. A Massai
  2. B Khoikhoi
  3. C Tuareg
  4. D Kaffa
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Khoikhoi, auch Khoekhoen ([ˈkʊkʊn]), (wahre Menschen) ist ein Sammelbegriff für eine kulturell und sprachlich eng miteinander verwandte Völkergruppe in Südafrika und Namibia. Zusammen mit den San bevölkerten sie bei der Ankunft der ersten Europäer das südliche Afrika. Beide sind Indigene Völker Afrikas und werden unter der Bezeichnung Khoisan zusammengefasst. Zum Volk der Khoikhoi zählen die ebenfalls khoisan sprechenden Nama und Orlam. Ursprünglich bezeichneten sich die Kapbewohner selbst als Khoi (Menschen). Die durch Europäer eingeführte Trennung der Khoi in zwei unterschiedliche Gruppen, die der Khoikhoi und die der San, geht bis ins 17. Jahrhundert zurück. Um die Bewohner zu differenzieren benutzte man physische, wie ökonomische Merkmale zur Klassifikation. Man bezeichnete die viehhaltende Bevölkerung als „Hottentotten“, die viehlosen Jäger und Sammler als „Bosjesmannen“, unabhängig davon, ob sich die Gesellschaften selbst als homogene Gruppe sahen. Die Trennung anhand von ökonomischen Aspekten wurde jedoch von der durch Viehzucht wohlhabenderen Gruppe (Khoikhoi) unterstützt. Sammeln wurde gemeinhin als „niedere“ Tätigkeit gegenüber der des Viehzüchtens angesehen. Die Khoikhoi bezeichneten daher die Jäger und Sammler als San (Buschmänner), um diesen Unterschied zu verdeutlichen. Der ursprüngliche Begriff Khoi wird heute in der ethnologischen Forschung mit dem Begriff Khoisan wiedergegeben.